De Houtkamp ist viel mehr als eine Gruppenunterkunft, ein Bed & Breakfast und der Herenboerderij!

Die Geschichte

Wir erzählen Ihnen gerne mehr über die Geschichte von De Houtkamp, unserem Betrieb und darüber, was wir an Übernachtungsmöglichkeiten anbieten können.

De Houtkamp ist ein sehr vielfältiger Betrieb mit über 40 Milchkühen und dazugehörigem Jungvieh, 250 Freilandhühnern, deren Eier für den Hofverkauf bestimmt sind. Darüber hinaus haben wir einen Freizeitbereich, bestehend aus der Gruppenunterkunft, den Bed-and-Breakfast-Zimmern und dem Herenboerderij.

Im Laufe der Jahre ist der Betrieb eigentlich so gewachsen.

In den 1930er Jahren zogen die Großeltern meines Mannes hierher. Der Hof wurde von der Familie Voute gepachtet. Es war finanziell keine besonders rosige Zeit. Es mussten zusätzliche Einnahmen her, um über die Runden zu kommen. Diese wurden im Angebot von Vollpension gefunden. Diese Pension ist im Laufe der Jahre immer geblieben; meine Schwiegereltern haben sie ebenfalls fortgeführt. Inzwischen hatten sie den Hof übernommen. Damals mussten Perspektiven für den Nachfolger geschaffen werden – also für meinen Mann.

1975 wurde ein Boxenlaufstall für die Kühe gebaut. Dadurch wurde der alte Stall frei. Die Kühe zogen in den neuen Stall um. Die ersten Pläne für die Gruppenunterkunft wurden geschmiedet.

+31 (0)318 - 591706 info@dehoutkamp.nl

Frühen 1990er Jahren

In den frühen 1990er Jahren haben Peter und ich den Hof übernommen. Damals hatten wir noch einen kleinen Schuppen mit Schweinen, aber durch strengere Vorschriften wären erhebliche Investitionen nötig gewesen, um den Betrieb wieder auf Vordermann zu bringen. Das erschien uns nicht sinnvoll, da die Tierzahlen zu gering waren. Wir entschieden uns, an der ersten Stilllegungsregelung teilzunehmen. Die Ställe wurden anschließend zu Schlafsälen für die Gruppenunterkunft umgebaut. Inzwischen ist diese so gewachsen, dass wir 64 Personen beherbergen können. Die beiden Schlafsäle, die wir bereits beim Aufenthaltsraum hatten, wurden ebenfalls integriert, wodurch dieser größer, geräumiger und heller wurde. Eine große Umstellung, die dazu geführt hat, dass wir nun sehr zufrieden mit einer guten Auslastung arbeiten.

Der Fahrradverleih war ein Sprung ins kalte Wasser – damit haben wir 1994 begonnen. Nach einigen Jahren können wir jedoch sagen, dass er auch eine gute Einnahmequelle geworden ist. Allerdings ist man stark vom Wetter abhängig. Wir haben über 150 Fahrräder, von groß bis klein, sowie Fahrradtaschen bis hin zu Anhängerfahrrädern. Das Lastenrad und das Kindertandem sind besonders beliebt! Beim Fahrradverleih kann man nie genau sagen, wie viel los sein wird – es ist manchmal sehr chaotisch. Man muss damit umgehen können. Unsere Kinder sagten manchmal: „Hängt doch ein Schild an die Tür, dass wir gerade essen.“ Aber das geht nicht – genau dann werden die meisten Fahrräder vermietet. De Hoge Veluwe National Park als unser Nachbar mit den bekannten weißen Fahrrädern spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Viele nutzen diese, aber es gibt auch immer mehr Menschen, die lieber ein hochwertigeres Fahrrad möchten – und dann sind sie bei uns genau richtig.

Fortführung von Übernachtung mit Frühstück

Auch die Nachfrage nach Übernachtung mit Frühstück auf unserem Hof nahm zu. Früher gab es dieses Angebot bereits, wurde von uns aber zunächst nicht weitergeführt. Schließlich haben wir den Faden doch wieder aufgenommen! Das „Bakhuus“ neben dem Hof wurde zu einem Doppelzimmer umgebaut – eine echte Herausforderung! Es läuft jedoch sehr gut, und wir haben viel Freude daran. Der Kontakt ist anders als bei der Gruppenunterkunft, viel intensiver. Seit 2004 haben wir drei Zimmer. Nach dem Ausbruch der Geflügelpest, bei dem all unsere Hühner, Fasane und Pfauen gekeult werden mussten, haben wir entschieden, den großen Stall nicht erneut zu bestücken. Heute haben wir nur noch einen kleinen Bestand von 250 Freilandhühnern. Die frei gewordene Fläche wurde für den Fahrradverleih genutzt. Dort, wo früher die Fahrräder standen, wurden die beiden neuen Zimmer realisiert.

Im Sommer 2006 haben wir einen neuen Jungviehstall gebaut; der alte wurde komplett abgerissen. Der neue Stall verfügt über große Strohliegeflächen, Kälberboxen für die ersten zehn Lebenstage, einen Bullenstall sowie drei Abteilungen mit Spaltenböden für Rinder verschiedener Altersgruppen. Kommen Sie gerne einmal vorbei und schauen Sie sich das an!

Der Winter 2007/2008

Im Winter 2007/2008 haben wir unsere Gruppenunterkunft angepasst. Der Aufenthaltsraum, also die „Deel“, hat eine echte Metamorphose durchgemacht! Hohlwände, Fußbodenheizung und viel Licht, da die großen Türen durch Fenster ersetzt wurden. Man blickt jetzt direkt in den Wald! Außerdem wurde auf der Deel eine Toilette installiert – sehr praktisch. Ein großer Umbau, der unter anderem durch LTO Noord und die Provinz Gelderland ermöglicht wurde.

Auf diese Weise haben wir viel Abwechslung in unserer Arbeit, was sehr angenehm ist. Die andere Seite ist jedoch, dass man sowohl den landwirtschaftlichen Betrieb als auch die Nebentätigkeiten gut im Blick behalten und viel wissen muss. Das führt zu viel administrativem Aufwand und Arbeit. Seit September 2005 arbeiten wir mit Personal der Agrarischen Betriebsbetreuung. Ein paar Stunden pro Woche außerhalb der Saison und im Sommer fast täglich einige Stunden. Das entlastet enorm – der Druck ist dadurch deutlich geringer.

Im Jahr 2009 haben wir 19 Meter an den Kuhstall angebaut. Dadurch sind viel mehr Licht und Raum im Stall entstanden. Das kommt wiederum dem Wohlbefinden der Kühe zugute.

Die Herenboerderij – ein neuer Betriebszweig

Wir haben zwei Jahre lang gemeinsam mit unserem Sohn in einer GbR gearbeitet, aber er hat sich leider zurückgezogen. Er ist Landwirt mit Leib und Seele, aber hier allein funktioniert das nicht. Man braucht die Freizeitangebote mit dazu, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Dieser Bereich lag ihm nicht so, daher seine Entscheidung. Er ist inzwischen verheiratet, und die Großeltern sind ins Dorf gezogen. Das Haus, in dem sie wohnten, haben wir gekauft – eigentlich mit der Absicht, dass unser Sohn dort wohnen würde. Das kam anders. Nun ist es renoviert und wir vermieten es als „Herenboerderij“. Ein neuer Betriebszweig!

Im Winter 2012/2013 haben wir mit der Renovierung der Schlafsäle begonnen. Zwei große Räume bei den Dusch- und Toilettenbereichen sind inzwischen fertig. Holzvertäfelung, hell gestrichene Wände und neue Doppelglasfenster sorgen für mehr Atmosphäre und Komfort.

Inzwischen zeigt das System „Ovalert“ seine Wirkung! Dabei handelt es sich um ein Computersystem, bei dem die Kühe einen Sensor am Vorderbein tragen. Dieser misst die Bewegungsaktivität der Kuh. Viel Bewegung deutet auf Brunst hin; die Kuh kann dann besamt werden. Für uns ist das eine große Hilfe! Auf dem Hof ist so viel Betrieb, dass man nicht immer alle Kühe im Blick hat und eine Brunst leicht übersehen kann. Jetzt warnt uns ein rot blinkendes Licht im Stall. Am Computer kann man dann sehen, um welche Kuh es sich handelt.

Eind seizoen 2013

Am Ende der Saison 2013, im November/Dezember, haben wir wieder einige Renovierungsarbeiten in Angriff genommen. Das gehört zu unserer Winterzeit dazu! Diesmal waren die B&B-Zimmer an der Reihe. Neue Vorhänge, eine neue Wandfarbe, neue Bettbezüge und ein paar frische Kissen haben das Ganze wieder aufgefrischt. So können wir wieder eine Weile weiter. Außerdem haben wir den Eingangsbereich und die kleinen Schlafzimmer bei den Dusch- und Toilettenräumen mit einer Holzvertäfelung und hell gestrichenen Wänden versehen. Auch die grauen Türen haben eine andere Farbe bekommen, ganz im Stil des restlichen Hauses. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Wir haben bereits einen kleinen Anfang gemacht mit der Renovierung der „Losse Schuur“. Die bestehende Toilette wurde komplett entkernt und neu gefliest mit schönen anthrazitgrauen Fliesen. Die Standtoilette wurde durch ein Wand-WC ersetzt – sehr praktisch.

Die Sanitäranlagen der Gruppenunterkunft wurden Ende 2014 komplett erneuert – was für eine Verbesserung! Zwei zusätzliche Duschen sind besonders für größere Gruppen sehr angenehm.

Fahrradverleih eingestellt

Am 1. Januar 2015 haben wir die Vermietung von Fahrrädern eingestellt. 21 Jahre lang durften wir das mit großer Zufriedenheit tun, aber irgendwann standen wir vor der Entscheidung: entweder in neue Fahrräder investieren oder aufhören. Investiert man, bedeutet das mindestens weitere fünf Jahre Vermietung. Auch unser Alter spielte eine Rolle, und so war die Entscheidung schließlich getroffen. Die Vermietung wurde an Geerts Tweewielers im Dorf übergeben.

Inzwischen stehen bei uns ein Schaufelbagger und ein Futtermischwagen auf dem Hof. Diese ersparen uns viel schwere Arbeit! Die Kühe gezielt und gemischt zu füttern (Mais und Gras gemischt) bringt ebenfalls Vorteile. Man füttert weder zu viel noch zu wenig, da alles berechnet und abgewogen wird. Die Kombination aus Mais und Gras sorgt außerdem für eine bessere Darmflora bei den Kühen.

Bei uns steht die Zeit nie still!

Die Arbeitsbelastung bleibt zwar immer vorhanden, auch wenn sie etwas geringer geworden ist, seit die Fahrradvermietung eingestellt wurde. Die Hektik ist zum Glück ein wenig verschwunden. Dennoch gehört die Arbeitsbelastung irgendwie zu unserem Betrieb. Aber der Ort, an dem wir wohnen, und die Ruhe, die er ausstrahlt, machen vieles wieder gut! Besonders, wenn man draußen mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein sitzt.

Und möchtest du wissen, wie wir De Houtkamp seit 2015 weitergeführt haben und welchen Herausforderungen wir begegnet sind? Dann sei unser Gast – herzlich willkommen! In jeder Unterkunft liegt eine Informationsmappe mit der Geschichte bereit.

Herzliche Grüße

Peter und Evelien van Omme

Atmosphäre, Gelände und Gruppenunterkunft